. . .
Der Kamin
bild
Fast wäre der Kamin aus der Berliner Wohnlandschaft verschwunden... [mehr]
Hygiene-Revolution
bild
In vielen Ländern, unter anderem in Japan, gehört die Reinigung... [mehr]
Bausparen mit der LBS
bild
Sie möchten einen lange gehegten Wohnwunsch endlich wahr machen ... [mehr]
Kfz-Ratgeber
bild
Eine der meist genutzten Finanzierungsformen beim Autokauf in Deu... [mehr]
Versicherungspflicht für Selbständige
Nach Plänen von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen sollen Selbständige künftig dazu verpflichtet werden, für ihren Ruhestand vorzusorgen.

 

 

Diese Versicherungspflicht für Selbständige ist schon seit langem im Gespräch. Ziel der Regelung ist es, der Altersarmut vorzubeugen. Die Pflicht zur Altersvorsorge gilt bis zur Höhe der aktuellen Basissicherung. Selbständige müssen dann auf jeden Fall vorsorgen. Ziel ist es, dass Selbstständige so im Alter eben keine Basissicherung beziehungsweise andere soziale Leistungen der Grundsicherung in Anspruch nehmen müssen. Das entspricht aus heutiger Sicht einer Mindestrente von 660 Euro pro Monat. Um das zu gewährleisten, müssten bei 45 Beitragsjahren ca. 250 Euro pro Monat eingezahlt werden. Fängt der Versicherte erst später an, muss er dementsprechend mit höheren Monatsbeiträgen rechnen.

Die Versicherungspflicht soll dann für alle Selbständigen gelten, es sei denn, sie sind bereits im rentennahen Alter oder über andere berufliche Versorgungswerke abgesichert. Zwingend soll die Regelung für Selbständige gelten, die bei Inkrafttreten des Gesetzes jünger als 30 Jahre sind oder gerade erst eine selbständige Tätigkeit aufnehmen. Für Selbständige zwischen 30 und 50 Jahren sind abgeschwächte Regeln geplant. Über 50-Jährige sind nicht betroffen. Auch Selbstständige, die weniger als 400 Euro im Monat verdienen, sollen nicht zwangsversichert werden.

Doch nicht nur die Höhe der gesetzlich verordneten Rente spielt eine Rolle, sondern auch die Anlageform wird vorgeschrieben. So darf die Altersvorsorge nicht vererblich, nicht übertragbar, nicht beleihbar, nicht veräußerbar und nicht kapitalisierbar, sondern muss im Alter als monatliche Rente auszahlbar sein. Deshalb sind auch nur genau definierte Finanz-, Versicherungs- und Anlageformen möglich. Welche Formen im Einzelnen verwendet werden können, sollten Sie rechtzeitig mit Ihrem Finanz- und Versicherungsmakler besprechen.

Wer nicht ausreichend privat vorgesorgt hat oder eine entsprechende Vorsorge nicht nachweisen kann, soll künftig ab Gesetzesbeginn in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Wer dann nicht genug verdient ,um privat vorzusorgen, der zahlt einen einkommensabhängigen Betrag (Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil von derzeit 19,5 Prozent). Aber ob dieser Betrag später für eine existenzsichernde Altersvorsorge reicht, ist natürlich fraglich. Daher ist es ratsam, rechtzeitig mit einem Fachmann über Ihre Entscheidung zu sprechen, bevor Ihnen diese freie Entscheidung per Gesetz abgenommen wird.

Anzeige
Ergo Victoria