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Der neue 5-Euro-Schein: Skep­sis beim täglichen Umgang - Echtheit durch „fühlen - sehen - kippen“ prüfen
Seit einigen Wochen gibt es eine neue 5-Euro-Banknote, und vielleicht hatten Sie eine solche auch schon in der Hand. Das neue Design und weitere ausgeklügelte Sicherheitsmerkmale lassen den einen oder anderen Nutzer skeptisch werden. Doch es gibt einfache Tests für den Alltag um den kleinsten aller Geldscheine auf seine Echtheit zu überprüfen.

Aber warum ist eine neue Banknote eigentlich notwendig? Ab und zu müssen Zentralbanken ihre Banknoten überarbeiten, um Fälschern stets einen Schritt Voraus zu sein. Die erste Euro-Banknoten-Serie wurde 2002 eingeführt, also vor 11 Jahren. In den kommenden Jahren soll nun die zweite Serie mit verbesserten Sicherheitsmerkmalen in Umlauf gebracht werden, die sogenannte „Europaserie". Als erste Banknote dieser Serie wurde vor einigen Wochen der 5-Euro-Schein in den Verkehr gebracht. Ihr folgend werden schrittweise die anderen Banknoten aufsteigender Reihenfolge eingeführt. Bei den Euromünzen werden keine Veränderungen vorgenommen. Alte und beschädigte Banknoten werden nach und nach aus dem Verkehr gezogen und durch neue ersetzt.

Doch unter den Europäern gibt es einige Zweifler, die den neuen Scheinen wenig Vertrauen schenken. Doch bevor das Geld in Umlauf kommt, wird es mehrmals auf Echtheit geprüft. Haben Sie die Banknote beispielsweise aus dem Geldautomaten gezogen, können Sie zu 100 Prozent sicher davon ausgehen, dass es sich um einen echten 5-Euro-Schein handelt. Denn in Geldinsituten werden die Geldscheine mithilfe eines automatisierten Bearbeitungsgerätes genau geprüft, bevor sie in die Automaten gelangen. Aber auch beim täglichen Umgang mit dem Geld können Sie selbst durch den „Fühlen-Sehen-Kippen"-Test die Banknote überprüfen.

Hier einige Tipps zum Testverfahren und die wichtigsten Erkennungsmerkmale:

- Eigenschaften des Papiers: Das Papier des Geldscheins sollte sich griffig und fest anfühlen, nicht lappig oder glatt, denn es besteht aus reiner Baumwolle.

- Fühlbares Releif: Auf der Vorderseite des Geldscheins lässt sich am linken und rechten Rand jeweils eine Reihe kurzer erhabener Linien ertasten. Auch beim Hauptmotiv, der Schrift und der großen Wertzahl ist ein Relief spürbar, wenn Sie mit dem Finger über die Banknote fahren. Ein spezielles Druckverfahren erzeugt die erhabenen Linien.

- Wasserzeichen: Im Wasserzeichen sind schemenhaft ein Porträt der mythologischen Gestalt Europas, die Wertzahl der Banknote und ein Fenster zu erkennen. Das Wasserzeichen erscheint, wenn man den Geldschein gegen das Licht betrachtet. Wenn man die Banknote auf eine dunkle Oberfläche legt, werden die hellen Streifen dunkel.

- Sicherheitsfaden: Auf dem Sicherheitsfaden ist das €-Symbol und die Wertzahl der Banknote in sehr kleiner Schrift zu erkennen. Betrachten Sie den Geldschein gegen das Licht - der in das Papier eingearbeitete Sicherheitsfaden erscheint als dunkler Streifen.

- Smaragd-Zahl: Auf der Vorderseite des Geldscheins (links unten) befindet sich die Smaragd-Zahl, auf der sich beim Kippen des Geldscheins ein Lichtbalken auf und ab bewegt. Außerdem verändert die Zahl ihre Farbe von Smaragdgrün zu Tiefblau.

Für gewöhnlich sind rund 14 Milliarden Euro Banknoten im Umlauf, wobei der Anteil der Fälschungen als sehr gering beziffert wird. Und doch gibt es immer wieder einzelne Funde. Sollten Sie als Privatperson eine Banknote in die Hände bekommen, die Ihnen verdächtig erscheint, dann sollten Sie sich wie folgt verhalten:

- Merkmale einprägen: Überprüfen Sie immer Ihr erhaltenendes Wechselgeld. Lassen Sie sich ruhig etwas Zeit. Der eigene Test wird dadurch erleicht, indem Sie sich zwei oder drei der wichtigsten neuen Erkennungs- und Sicherheitsmerkmale einprägen.

- Keine falsche Scheu: Wenn Sie Zweifel an der Echtheit einer Banknote haben, dann bitten Sie den Verkäufer um einen andere Geldschein.

- Auf Nummer sicher gehen: Tätigen Sie keine Wechselgeschäfte mit unbekannten Personen. Vor allem nicht, wenn es um hohe Geldbeträge geht.

- Im Ausland: Tauschen Sie ausländisches Geld nur in Banken oder zugelassenen Wechselstuben. Bewahren Sie den Wechselbeleg als Beweismittel auf. Prägen Sie sich auch die Beschaffenheit und die Merkmale der ausländischen Banknoten genau ein.

- Kein Kavaliersdelikt: Bedenken Sie, dass es eine Straftat ist, Banknoten weiterzugeben, vor allem, von denen man weiß oder annimmt, dass sie gefälscht sind. Seien Sie also wachsam, denn gefälschte Banknoten sind völlig wertlos und es gibt dafür keine Entschädigung. Doch der Besitz ist sofort bei der Polizei zu melden.

- Transaktionen merken: Zur Aufklärung ist es hilfreich, wenn Sie sich erinnern können woher und von wem Sie einzelne Geldscheine erhalten haben.

Wer noch mehr über die neuen Banknoten und die Sicherheitsmerkmale erfahren möchte, kann sich beispielsweise im Internet unter www.neue-euro-banknoten.eu informieren.

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