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Richtig sparen statt VERSPAREN
Finanzexperte Olaf Groß spricht im Interview über die Kursschwankungen an den Kapitalmärkten und deren Ursachen.

Das Jahr 2016 begann für die Kapitalmärkte mit einem Paukenschlag, heftige Kurs-abschläge bei Aktien waren die Folge. Was waren die Ursachen?

Olaf Groß: "Ausschlaggebender Grund für die Verstimmung waren die schlechten Wirtschaftszahlen in China, was zu massiven z.T. panikartigen Aktienverkäufen führte. Weitere Risikofaktoren waren die divergierende Zinspolitik in den USA und Europa und zunehmende Spannungen im Nahen Osten."

Ist die Situation in China tatsächlich so prekär?

Olaf Groß: "Unumstritten ist, dass die Wachstumsraten in China weiter fallen und sich auf ca. 6% p. a. einpegeln, was aber aus unserer Sicht zur Unterstützung der globalen Konjunktur ausreicht. China ist im Wandel, von einer export- und wachstumsorientierten zu einer konsumorientierten Gesellschaft. Das führt zu einer Abschwächung des Wachstums, aber nicht zwangsläufig zu einer Rezession. Die Bedingungen für die chinesische Wirtschaft scheinen fundamental stabiler zu sein, als es die Märkte zuletzt haben vermuten lassen. Es besteht derzeit kein Anlass zur Panik."

Wie sollten sich die Anleger nun auf die gegenwärtige Situation einstellen?

Olaf Groß: "Auf keinen Fall panikartig reagieren. Wichtig ist eine ausgewogene, langfristig orientierte Anlagestrategie im Depot, breit gestreut auf verschiedene Anlageklassen (Aktien, Renten, Gold etc.). Von Zeit zu Zeit kommt es an den Aktienmärkten unweigerlich zu großen Schwankungen. Für den Anleger kommt es darauf an, die richtige Einstellung zu haben und rationaler zu reagieren (siehe Abbildung). Der Blick sollte stets fest auf die langfristigen Anlageziele gerichtet sein. Ein wiederholter Aus- und Einstieg sollte vermieden werden. Vorsicht ist zukünftig bei festverzinslichen Wertpapieren geboten. Die bisherigen guten Wertentwicklungen resultieren aus Kurssteigerungen durch fallende Zinsen. Gibt es hier eine Trendumkehr, sind Kursverluste bei Rentenpapieren unweigerlich die Folge."

Welche konkreten Empfehlungen haben Sie für unsere Leser?

Olaf Groß: "Ganz klar, ein ausgewogenes, langfristig orientiertes und breit gestreutes Investmentfondsdepot. Zwei Dinge präferieren wir nachhaltig. 1. Regelmäßiges monatliches Investmentsparen. Indem Anleger ihr Geld nicht zu einem einzigen Zeitpunkt investieren, können sie den durchschnittlichen Preis ihrer Anteilskäufe senken. Obwohl es widersinnig erscheinen mag, bei fallenden Kursen regelmäßig Fondsanteile zu kaufen, sind es eben genau diese Phasen, in denen sich das Investieren am meisten lohnt, denn die gefallenen Kurse profitieren von der nächsten Markterholung. 2. Nutzen Sie die Kursrückgänge zum Nachzeichnen von Fondsanteilen. Die Bewertungen sinken auf ein attraktives Niveau und sie profitieren von einer anschließenden Erholung. Nach einigen der heftigsten Talfahrten an den Aktienmärkten, die wir je gesehen haben, folgten Erholungsphasen mit überdurchschnittlichen Renditen."

Wir danken Olaf Groß, Geschäftsführer der Nowinta GmbH für das Gespräch.

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BLB