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Die Besteuerung von Dienstwagen
Im beruflichen Umfeld wird immer mehr Mobilität gefordert. Aus diesem Grund stellen viele Firmen ihren Mitarbeitern Dienstwagen zur Verfügung, die sie auch privat nutzen können. Was Sie bei einer solchen Überlassung rechtlich beachten sollten und wie sich diese steuerlich bei Ihnen auswirken kann, das erfahren Sie hier.

Wird einem Arbeitnehmer von seinem Arbeitgeber ein Dienst- oder Firmenwagen zur Verfügung gestellt, darf dieser erst einmal nur, wenn nicht anders vereinbart, rein dienstlich genutzt werden. Fahrten vom Wohnort zur Arbeitsstätte zählen nicht dazu, sondern sind Privatfahrten, die in einer Privatnutzungsvereinbarung geregelt werden. Eine solche Vereinbarung sollte immer schriftlich fixiert werden und wesentliche Punkte beinhalten: Wer darf das Fahrzeug neben dem Arbeitnehmer nutzen? Darf das Auto auch im Krankheitsfall oder für Urlaubsfahrten genutzt werden? Gibt es gesonderte oder begrenzte Nutzungsmöglichkeiten, wie z.B. begrenzte Kilometerleistungen pro Monat? Und wie ist die Besteuerung des Firmenwagens geregelt?

Ein Firmenwagen ist ein "geldwerter Vorteil" für den begünstigten Arbeitnehmer und dafür möchte der Fiskus Lohnsteuer geltend machen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Besteuerung. Entweder führen Sie ein Fahrtenbuch, in dem die beruflichen bzw. privaten Kilometer separat ausgeführt werden oder die private Nutzung wird pauschal mit der 1-Prozent-Methode versteuert.

Das Führen eines Fahrtenbuchs ist sehr aufwändig, aber genau, wenn alle Pflichtangaben stimmen. Zu diesen Pflichtangaben bei Dienstfahrten gehören: Datum, Kilometerstand, auch das Reiseziel, der Reisezweck, mögliche Umwege (z.B. Umfahrung eines Staus) und bei Dienstfahrten, der Grund bzw. der ausgesuchte Geschäftspartner. Bei Privatfahrten reicht es, die gefahrenen Kilometer zu vermerken. Für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätten reicht ebenfalls ein kurzer Vermerk. Um Fehler bei der Fahrtenbuchführung zu vermeiden empfiehlt sich das Führen eines elektronischen Fahrtenbuchs. Diese wird vom Finanzamt bevorzugt anerkannt.

Eine weitere Besteuerungsmöglichkeit von Firmenwagen ist die sogenannte 1-Prozent-Regelung. Hier wird der Firmenwagen pauschal mit einem Prozent vom inländischen Brutto-Listenpreis inkl. Umsatzsteuer als geldwerter Vorteil versteuert und auf dem Lohnschein des Arbeitnehmers aufgeführt. Damit sind sämtliche Privatfahrten (wenn nicht anders geregelt) abgegolten. Diese Variante lohnt sich für Personen, die viel privat unterwegs sind.

Haben Sie sich für eine Besteuerungsmethode entschieden, sollten Sie bedenken, dass Sie diese erst wieder zum Jahreswechsel ändern können, es sei denn, es wird im Laufe des Jahres ein neues Fahrzeug angeschafft.

Bei Fragen rund ums Thema Privatnutzung von Dienstwagen stehen Ihnen die Mitarbeiter des VLH Lohnsteuerhilfevereins gerne unterstützend zur Seite.

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