. . .
Veraltete Heizungsanlagen
bild
Mehr als 15 Millionen Heizungsanlagen und somit rund 75 Prozent d... [mehr]
Testament & Erbvertrag
bild
Mit dem Thema "Erben und Vererben" kommt fast jeder einmal in Ber... [mehr]
Vorsorge für Familie
bild
Versichern können Sie fast alles. Vor allem der Familie möchte ... [mehr]
Kfz-Ratgeber
bild
Eine der meist genutzten Finanzierungsformen beim Autokauf in Deu... [mehr]
Welche Ansprüche haben Ehegatten nach der Trennung?
Kommt es zwischen einem Paar zu einer Trennung oder Scheidung spielen oft verletzte Gefühle eine große Rolle. Erschwerend hinzu kommen Unterhaltsforderungen, die nicht selten zu verletzenden Auseinandersetzungen führen können. In solchen Situationen ist eine klärende Beratung bei einem Fachanwalt für Familienrecht zu empfehlen.

Das Unterhaltsrecht ist dem Familienrecht untergeordnet und im vierten Buch des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) geregelt. }Jedoch gibt es keinen einheitlichen Unterhaltsanspruch, sondern vielmehr verschiedene Anspruchsgrundlagen mit unterschiedlichen Voraussetzungen, die in den §§ 1360 bis 1361a des BGB definiert werden.

Die gesetzliche Festlegung besagt, dass Ehegatten einander verpflichtet sind, durch ihre Arbeit und mit ihrem Vermögen die Familie angemessen zu unterhalten. Die Ehegatten müssen sich hiernach sowohl wirtschaftliche Mittel für den angemessenen Lebensunterhalt gewähren, als auch persönliche Leistungen erbringen. Leben die Ehegatten getrennt, so hat der bedürftigen Ehegatten gemäß § 1361 BGB ein Anspruch auf angemessenen "Trennungsunterhalt", der grundsätzlich mit einer monatlichen Zahlung im Voraus beglichen werden muss. Nach einer rechtsgültigen Scheidung kann vom unterhaltsbedürftigen Partner der sogenannte "nacheheliche Unterhalt" beantragt werden.

Doch ab wann ist man unterhaltsbedürftig bzw. unterhaltpflichtig? Generell gilt, unterhaltsbedürftig ist der Partner, der weniger Geld zur Verfügung hat als der andere Ehegatte. Das gilt auch, wenn beide Eheleute ein Einkommen haben. In der Theorie heißt es also, dass die Einkünfte beider Personen geteilt werden und jedem die Hälfte des gesamten Familien-Netto-Einkommens zu steht. Aber nur theoretisch! Denn praktisch, ist Nettoeinkommen nicht gleich Nettoeinkommen. Sondern in diesem Fall muss erst das unterhaltsrelevante Nettoeinkommen ermittelt werden. Das heißt, vom tatsächlichen Nettoeinkommen werden die unterhaltsrelevanten Faktoren abgerechnet. Dazu zählen u.a. die Wohnverhältnisse der Eheleute, die Kosten für die gemeinsamen Kinder, Lebensunterhaltskosten, Versicherungen und sonstige Aufwendungen. Diese Kosten müssen durch geeignete Belege nachweisbar sein. Erst dann kann der Unterhaltsanspruch berechnet werden. Da die Berechnung des Trennungs- bzw. nachehelichen Unterhalts sehr komplex ist, empfiehlt es sich einen Fachanwalt des Familienrechts zu Rate zu ziehen. Dieser kann Sie individuell beraten und Sie bei allen familienrechtlichen Belangen gesetzlich vertreten.

Anzeige