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Trennung oder Scheidung – rechtzeitig zum Wohle des Kindes handeln
Eine Trennung ist meistens ein tiefer Einschnitt in den Kernbereich der Familie. Neben der Herausforderung, die neue Situation in tatsächlicher, finanzieller und emotionaler Hinsicht zu meistern, treten viele Fragen um die Themen Sorgerecht und Umgangsrecht auf.

Kann oder muss das Sorgerecht durch die Trennung geändert werden? Wo soll das Kind seinen Lebensmittelpunkt haben? Was passiert, wenn sich Eltern darüber nicht einigen können? Besteht ein gemeinsames Sorgerecht, müssen alle Entscheidungen, die von erheblicher Bedeutung für das Kind sind, gemeinsam von den Kindeseltern getroffen werden, beispielsweise die Auswahl der Kita und Schule. Unter bestimmten Voraussetzungen kann das gemeinsame Sorgerecht in ein alleiniges Sorgerecht geändert werden. Während das Sorgerecht nur wichtige Entscheidungen für das Kind betrifft, treten in Trennungsfamilien häufig Fragen auf, die den Alltag des Kindes und den Umgang mit dem anderen Elternteil und seinen Verwandten betreffen.

Wer regelt den Umgang und in welchem Umfang? Besteht ein Recht, feste Umgangszeiten zu schaffen, wenn der andere Elternteil einen flexiblen Umgang fordert? Muss einer wechselseitigen zeitlich gleichen Betreuung (Wechselmodell) zugestimmt werden? Ab welchem Kindesalter sind auch Übernachtungen zu gewähren? Findet Umgang statt, wenn das Kind sich verweigert? Darf bei dem Umgang der/die neue Lebenspartner/in dabei sein? Besteht ein Anspruch auf Urlaub mit dem Kind? Wie verhält es sich mit Auslandsreisen? Haben Großeltern ein Umgangsrecht? Lässt sich das Umgangsrecht auch durchsetzen? Das Gesetz hat lediglich das Recht des Kindes auf Umgang mit dem anderen Elternteil (und des anderen Elternteils mit dem Kind) in § 1684 BGB und mit engen Bezugspersonen des Kindes in § 1685 BGB geregelt. Eine konkrete inhaltliche Ausgestaltung ist gesetzlich nicht geregelt, damit der Umgang auf die Bedürfnisse des Kindes und die individuelle Lebenssituation der Kindeseltern zugeschnitten werden kann. Die Beantwortung vieler Umgangsfragen hängt daher von der Situation des Kindes und der persönlichen Situation der Kindeseltern ab.

Gerade in Trennungsfamilien kommt es häufig aufgrund der emotionsgeladenen Situationen zu Missverständnissen, die nicht selten in einem Rosenkrieg enden. Die Folgen für das meist leidtragende Kind zeigen sich manchmal erst nach Jahren und können schwerwiegend sein.

Durch eine frühzeitige fachkundige Beratung kann dem entgegen gewirkt werden, bevor das Kind sprichwörtlich in den Brunnen gefallen ist. Für weiterführende Informationen wenden Sie sich bitte an einen Fachanwalt für Familienrecht.

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Dr. Marina Heimbrodt