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Rückerstattung der Nebenkosten sind sofort fällig
Alle Jahre wieder kommt sie ins Haus: die Betriebskostenabrechnung. Das bedeutet in den meisten Fällen, eine Nachzahlung. Wie lange hat man eigentlich Zeit um diese zu begleichen. Und wie kommt man an sein Geld, wenn man doch eine Rückzahlung zu erwarten hat?

Liegt die Betriebskostenabrechnung im Briefkasten, bekommen viele Mieter ein flaues Gefühl in der Magengegend. Doch ist der Brief erst einmal geöffnet und weist eine Rückzahlung auf, verfliegt es schnell. Und die Freude über den unverhofften Geldsegen ist groß. Doch wie kommt man an sein Geld.

In den meisten Fällen weisen die Vermieter beziehungsweise Hausverwaltungen darauf hin und fordern Sie auf, sich mit Ihnen in Verbindung zu setzen oder die entsprechenden Daten zu dem Konto zu übermitteln, auf das die Rückzahlung überwiesen werden soll. Ist das nicht der Fall, müssen Sie selbst aktiv werden und den Vermieter beziehungsweise die Hausverwaltung auffordern, das gutgeschriebene Geld umgehend zu überweisen. Denn der Mieter hat grundsätzlich den Anspruch auf die Rückerstattung der Nebenkosten. (BGH, NZM 2005, 342) Denn umgekehrt gilt das ja schließlich auch! Natürlich gibt es auch die Variante, das Guthaben mit der nächsten Miete zu verrechnen. Sollten Sie die Miete per Einzugsermächtigung tätigen, achten Sie unbedingt darauf, dass es zu keinen falschen Abbuchungen kommt und der richtige Betrag verrechnet wird. Überweisen Sie die Miete monatlich selbst, dann müssen Sie das auf dem Überweisungsträger vermerken und nur den noch fälligen Betrag (abzüglich des Guthabens) leisten. Sollte der Vermieter mit der Rückerstattung in Verzug kommen, kann der Mieter die monatliche Nebenkosten-Vorauszahlung vorübergehend einstellen. Jedoch ist es wichtig den Vermieter davon im Vorfeld schriftlich zu informieren.

Weist Ihre Betriebskostenabrechnung einen Negativbetrag aus, das heißt Sie müssen nachzahlen, dann muss der Mieter spätestens 30 Tage nach Fälligkeit und Zugang der Nebenkostenabrechnung Zahlung an den Vermieter leisten. Missachtet er diese Frist, kommt er in Verzug (§ 286 III BGB). Jedoch sollte der Mieter die Rechnung immer genau prüfen, denn sollte diese nicht formell korrekt sein und Fehler ausweisen, kann der Mieter dieser widersprechen. Jedoch sollte man beachten, dass sich die Zahlungsfrist damit nicht automatisch verlängert. Die Zahlungspflicht binnen 30 Tage bleibt solange bestehen, bis nicht ein grober Fehler nachgewiesen werden kann.

Wer seine Unterlagen genau prüfen lassen möchte, kann sich an einen Fachanwalt für Mietrecht wenden.

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