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Wichtige Begriffe aus dem Steuerrecht
Zum Thema Steuern wurde schon viel gesagt, und doch kommt es immer wieder zu Verwechslungen und Fragen. Wir haben hier einige relevante Begrifflichkeiten zusammengetragen und kurz erläutert.

Abschreibung: Abschreibungen sollen den Wertelust von Wirtschaftsgütern im Unternehmen abbilden. Sie sind zahlungsunwirksame Aufwendungen, die den Unternehmensgewinn senken. Abschreibungen werden auch Absetzungen für Abnutzung (AfA) genannt.

Einkünfte: Als Einkünfte werden das Nettoergebnis einer Einkunftsart, also Einnahmen minus Ausgaben beziehungsweise der Überschuss der Einnahmen über die Werbungs­kosten, bezeichnet. In § 2 Absatz 1 Einkommenssteuergesetz ist festgelegt, dass sieben Einkunftsarten der Einkommen­steuer unterliegen: Einkünfte aus Land- und Forst­wirtschaft, aus Gewerbebetrieb, aus selbst­ständiger Arbeit, aus nichtselbst­ständiger Arbeit, aus Kapital­vermögen, aus Vermietung und Verpachtung und sonstige Einkünfte.

Festzusetzende Einkommensteuer: Das nach Ablauf eines Kalenderjahres im Rahmen der Einkommenssteuerveranlagung ermittelte Ergebnis wird als festzusetzende Einkommen­steuer bezeichnet. Die Differenz aus festzusetzender Einkommen­steuer und Steuervoraus­zahlungen (Lohnsteuer, Kapitalertragsteuer etc.) stellt die verbleibende Einkommen­steuer dar.

Freibetrag: Ein Freibetrag ist ein Betrag, der von Brutto-Einkommen abgezogen wird und nicht besteuert wird. Nur für das restliche Brutto-Einkommen müssen Steuern gezahlt werden. Durch die entsprechend geringere Lohnsteuer kann dem Arbeitnehmer ein höheres Nettogehalt ausgezahlt werden. Der Lohnsteuerfreibetrag wird auf der Lohnsteuerkarte eingetragen.

Jahreslohnsteuer: Bei nicht selbstständigen Tätigkeiten wird vom Arbeitgeber Lohnsteuer vom Arbeitslohn an das Finanzamt abgeführt. Sofern der Steuerpflichtige keine Einkommen­steuer­erklärung durchführt, stellt diese Steuer­voraus­zahlung eine Definitiv­belastung dar. In der Lohn- und Einkommen­steuerstatistik werden die Jahresl­ohnsteuer der nicht veranlagten Steuer­pflichtigen und die festzusetzende Einkommen­steuer der veranlagten Steuer­pflichtigen zur Summe der festzusetzenden Einkommen­steuer / Jahreslohnsteuer addiert.

Lohnsteuer & Einkommenssteuer: Die Lohnsteuer ist eine Erhebungsform der Einkommenssteuer, die auf Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit erhoben wird. Selbstständige oder auch Vermieter zahlen auf ihre Einkünfte eine Einkommenssteuer.

Reingewinn bzw. Reinverlust: Der Reingewinn bzw. -verlust ist der Betrag, der nach Abzug aller Kosten, Abschreibungen, Rückstellungen, Rücklagen und Aufwendungen ausgewiesen wird. Das heißt, der Reingewinn ist das positive Ergebnis eines Wirtschaftsjahres und der Reinverlust ist ein Jahresfehlbetrag.

Rücklagen: Rücklagen sind Passivposten und Bestandteile des Eigenkapitals. Man unterscheidet sie in offene Rücklagen (z.B. Kapital- oder Gewinnrücklagen) und stille Rücklagen (z.B. Unterbewertung von Vermögen oder Überbewertung von Schulden). Offene Rücklagen werden in der Bilanz ausgewiesen und dürfen den steuerlichen Gewinn nicht mindern. Stille Rücklagen sind stille Reserven, die in der Bilanz nicht ersichtlich werden.

Rückstellung: Rückstellungen sind finanzielle Verpflichtungen, deren Höhe und Fälligkeit noch nicht feststehen, die aber zu erwarten sind. Sie werden für Aufwendungen gebildet, die ihre Ursache im laufenden Wirtschaftsjahr haben oder erst zu einem späteren Zeitpunkt zu Ausgaben führen. Rückstellungen sind Fremdkapital und dürfen nicht mit Rücklagen verwechselt werden, die zum Eigenkapital gehören.

Steuer-ID: Die Steuer-ID ist eine einmalige, elfstellige Zahl, die jeder Deutsche, bereits ab der Geburt bekommt. Sie ist unveränderlich, eindeutig und dauerhaft, und nutzt in erster Linie den Finanzbehörden. Aber künftig soll mit dieser Identifikationsnummer auch eine engere Zusammenarbeit zwischen Banken, Familienkassen und den Finanzbehörden ermöglicht werden.

Veranlagung: Als Einkommen­steuerveran­lagung wird das auf Basis der Einkommen­steuer­erklärung erfolgende Verfahren zur Ermittlung der endgültigen Einkommen­steuerschuld bezeichnet.

Werbungskosten: Sind Kosten, die rund um die berufliche Tätigkeit anfallen und in der Steuererklärung geltend gemacht werden können. Unter anderem gehören z.B. dazu: Fahrtkosten, Ausgaben für Aus-, Fort- und Weiterbildungen, Kontoführungsgebühren, berufliche Telefon- und Internetkosten, Fachbücher und Kosten für den Steuerberater.

Das sind nur einige Begrifflichkeiten aus dem Steuerrecht. Wer mehr erfahren möchte oder spezielle Fragen zu seinen Steuerangelegenheit hat, kann sich an einen erfahrenen Steuerberater oder an einen Lohnsteuerhilfeverein wenden. Die Fachkräfte helfen Ihnen gerne weiter.

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Uwe Kranert