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Kräuterküche
Schon seit Jahrhunderten verwenden Menschen Kräuter zur Heilung und zum Kochen. Die in den Pflanzen enthaltenden Wirkstoffe und ätherischen Öle haben neben den heilsamen auch geschmacksgebende Fähigkeiten und sind aus keiner guten Küche mehr wegzudenken. Zwar ist das Wissen über Kräuter im Laufe der Jahre mehr und mehr in Vergessenheit geraten, jedoch erleben sie derzeit einen regelrechten Boom.

Bei der Verwendung von Kräutern in der Küche kann jedoch so einiges schief gehen. So sollten beispielsweise einige Kräuter aus dem Mittelmeerraum sowie auch Petersilie, Dill, Sauerampfer und Schnittlauch nicht mitgekocht werden, da sich ihre Würzkraft erst optimal entfaltet, wenn sie unmittelbar vor dem Ende der Garzeit hinzugefügt werden. Ebenso sollten beim Kochen die Kräuter nicht wahllos zusammengestellt werden, damit der geschmackliche Charakter des Gerichtes nicht verloren geht. Aus diesem Grund wird in der Spitzengastronomie meist nur ein Kraut verwendet, das dem Gericht seine gewisse Note verleiht. Es soll lediglich den Geschmack durch sein Aroma verstärken und nicht zu stark zum Vorschein kommen.

Kräuter eignen sich auch hervorragend zum Garnieren - denn das Auge isst ja bekanntlich mit. Ein aufgeschnittener Kalbsbraten wird durch einen frittierten Salbeizweig zu einem echten Hingucker. Ebenso sind die pflanzlichen Wirkstoffe und ätherischen Öle der Pflanzen gesundheitsfördernd. So belebt eine gute Kerbelsuppe den müden Körper im Frühjahr. Für jedes Gericht gibt es die passenden Kräuter.

Zu den Klassikern in der Küche gehören unter anderem Schnittlauch, Kresse, Dill und Petersilie. Gerade Letzteres ist ein echter Alleskönner. Die Petersilie gibt es sowohl in glatter als auch in krauser Ausführung. Sie ist vielseitig einsetzbar und im Gegensatz zu vielen anderen Kräutern passt sie zu fast jedem Gericht. Zudem wird Petersilie auch gerne zum Dekorieren verwendet.

Für mediterranes Flair dagegen sorgen vor allem Kräuter wie Basilikum - mit dem sich noch weitaus mehr als Tomate-Mozzarella verfeinern lässt - Oregano und Thymian. Auch mit Rosmarin lässt sich der Mittelmeerurlaub in die Küche holen. Am besten passt er zu Fleisch- und Kartoffelgerichten, wobei auf die Dosierung zu achten ist. Die Rosmarinzweige können beim Braten und Grillen mit gegart werden. Die Nadeln des Rosmarins enthalten viel ätherische Öle, die den Appetit anregen.

Um frischen Salaten einen extra Kick zu verpassen eigenen sich Kräuter wie Minze, Melisse oder Sauerampfer. Auch das gurkenartige Aroma der Pimpinelle intensiviert den Geschmack des Salates. Für einige Gerichte kommen nur ganz spezielle Kräuter in Frage. So wäre unter anderem die berühmte Frankfurter Grüne Sauce ohne Kerbel kaum denkbar.

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