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Billigfliegen kostet
In den Medien vielbemühtes Thema sind immer wieder die Billigfluglinien, die in jüngster Vergangenheit durch Fusionen, zerplatzte Übernahmen oder undurchsichtige Ticketpreise in die Schlagzeilen gerieten.

Seitdem Billigfluglinien mit der Gründung von Ryanair 1991 ihren Siegeszug in Europa angetreten haben, sind sie Klimaschützern verständlicherweise ein Dorn im Auge, ermöglichten andererseits Millionen weniger gut situierten Passagieren Flugreisen an Orte, die sie ansonsten vielleicht nicht zu Gesicht bekommen hätten.

Günstige Ticketpreise
Ihre günstigen Ticketpreise gewährleisten Billigfluglinien durch geringen Flugkomfort mit engem Sitzabstand und ohne Bordverpflegung, sowie einer möglichst geringen Anzahl schlecht bezahlter Mitarbeiter. Darüber hinaus fliegen sie vorzugsweise kleinere Flughäfen an.

Nicht zuletzt der starken Nachfrage wegen, ist der Markt der Billigflieger ständig in Bewegung, so gingen die zur TUI AG gehörenden HLX (Hapag Lloyd Express) und Hapagfly 2007 eine Fusion ein und bilden nun zusammen TUIfly. Ebenfalls im vergangenen Jahr wurde LTU von Air Berlin übernommen, diese hatte 2006 bereits die dba (Deutsche BA Luftfahrtgesellschaft mbh) aufgekauft. Air Berlin konnte dadurch seinen Flugplan um internationale Standorte erweitern.

Steigende Kerosinpreise
Die jüngsten Bemühungen Air Berlins, bis Februar 2009 Condor zu übernehmen, sind nun geplatzt. Statt sich zu einer echten Konkurrenz für die Lufthansa zu entwickeln, stürzte der Aktienkurs des vielversprechenden Erfolgsunternehmens in den letzten Monaten rapide ab. Schuld sind immens steigende Kerosinpreise, die besonders Anbietern von Billigflügen stark zu schaffen machen: seit Jahresbeginn ist der Preis für Flugzeugbenzin um 88 Prozent gestiegen. Während große Fluggesellschaften für Jahre im Voraus ihre Kerosinzufuhr zu gleichen Preisen gesichert haben, setzen Billigflieger nun auf zusätzliche Einnahmequellen.

Um starken Gewinneinbrüchen entgegenzuwirken, werden nun nicht nur Gepäck- und Sitzplatzgebühren erhoben, sondern auch Beinfreiheit verkauft. So kosten bei Germanwings acht Kilo Gepäck fünf Euro. Gibt man seinen Koffer erst am Flughafen auf, zahlt man 10 Euro zusätzlich pro Flug. Easyjet verlangt Gepäckgebühren von 6 bis 15 Euro pro Strecke. Ryanair schlägt richtig zu, hier können Fluggäste inklusive Check-In, Gepäckaufgabe und Mehrwertsteuer bis zu 119 Euro zusätzlich aufbringen, was oft mehr ist, als das Ticket selbst kostet.
Bei Air Berlin und TUIfly zahlt man für Plätze mit großer Beinfreiheit 60 Euro extra und auch Easyjet und Ryanair vergeben die besten Plätze an Passagiere, die eine zusätzliche Gebühr bezahlen.

Versteckte Kosten
Beim Buchen von Billigflügen im Internet ist es daher ratsam, alle anfallenden Kosten einzukalkulieren, wer zum Beispiel keine Reiseversicherung mitbuchen möchte, muss bei vielen Anbietern das Häkchen vor dem Angebot erst wegklicken.

Bedenken sollten Sie auch, dass nicht alle Flughäfen nah am Zielort liegen. Hier müssen Fahrtkosten zum eigentlichen Reiseziel hinzugerechnet werden. Beim Packen empfiehlt es sich, das zulässige Gewicht nicht zu überschreiten, um Zuzahlungen zu vermeiden. Inzwischen besteht auch die Möglichkeit, per Internet kostenlos einzuchecken.

Transparenz gefordert
Weil vielen Fluggästen der Endpreis für ihren Flug nach dem Hinzurechnen aller anfallenden Kosten gar nicht mehr so billig erscheint, soll es laut EU-Beschluss ab August dieses Jahres mehr Transparenz beim Buchen von Billigflugreisen geben. Es besteht fortan eine Pflicht für Anbieter von Billigflügen, die Endpreise aller Flugtickets klar anzugeben. Wie die einzelnen Fluggesellschaften dahingehend überprüft werden sollen, ist bislang noch nicht geklärt worden.

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