. . .
Pflichtversicherungen
bild
Wer sich, seine Familie und sein Eigentum absichern möchte, hat ... [mehr]
Verbraucherrechte
bild
Künftig sollen Verbraucher und Unternehmer für Streitigkeiten a... [mehr]
Energieeffizient bauen
bild
Als einer der weltweit größten Finanzierer von Umwelt- und Klim... [mehr]
Hygiene-Revolution
bild
In vielen Ländern, unter anderem in Japan, gehört die Reinigung... [mehr]
Aus Hinriksdorf wird der Ortsteil Heinersdorf
Heinersdorf war bis 1920 eine selbständige Landgemeinde im Norden Berlins, dann wurde es mit einer Einwohnerzahl von 1006 Bürgern als Ortsteil Berlin-Heinersdorf dem neugebildeten Bezirk Pankow von Groß-Berlin zugegliedert.

Zentrum des Dorfes bildete die Dorfkirche Heinersdorf, die um 1300 in der heutigen Romain-Rolland-Straße 54/55 erbaut wurde.

Zum ersten Mal überhaupt wurde Heinersdorf im Jahre 1319 urkundlich erwähnt. Damals hieß es noch Hinriksdorf und wurde für 150 brandenburgische Silber-Mark von Markgraf Woldemar an das Heiligengeisthospital in Berlin verkauft. Es folgten verschiedene weitere Besitzer.

Seit etwa 1900 erweiterte sich der Ort entlang der Bahnlinie nach Bernau. In offener Bauweise entstanden immer neue Siedlungshäuser. Währenddessen blieb der historische Dorfkern größtenteils erhalten.

Durch die Ortserweiterung stieg die Bevölkerungszahl an, 1890 wurde daher der städtische Friedhof Heinersdorf angelegt. Dort befindet sich eine Sammelgrabanlage für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Bei einem Spaziergang über den Friedhof wird das Grab des Heinersdorfer Bürgermeisters und Lebensmittelfabrikanten Friedrich Tinius dem Besucher nicht verborgen bleiben.

Drei Jahre nach dem Bau des Friedhofs, im Jahre 1893, wurde der Bahnhof Berlin-Pankow Heinersdorf an der Stettiner Bahn eröffnet. Der elektrische S-Bahnbetrieb wurde 1924 aufgenommen. Das an den Bahnhof angrenzende Bahnbetriebswerk mit Wasserturm und Ringlokschuppen ist seit Ende der 1990er-Jahre nicht mehr in Benutzung.

Seit 1911 verfügt Heinersdorf auch über eine eigene Straßenbahn. Zunächst verkehrte sie als Linie 72 von der Romain-Rolland-Straße, ehemals Kronprinzstraße, zur Uckermarkstraße in Schöneberg, ab 1920 verband die Linie 73 Heinersdorf mit dem Dönhoffplatz in Mitte. Eine direkte Verbindung zum Berliner Rathaus und zum Alexanderplatz existiert seit 1949.

Zwischen Heinersdorf und Malchow liegt die Kleingartenanlage Märchenland, in der die Heinersdorfer seit 1939 auf etwa 18 Hektar begeistert gärtnern.

Heinersdorf wurde 1920 in den Bezirk Pankow eingemeindet. Seit dem Jahr 1986 gehört es zusammen mit Blankenburg und Karow zu Weißensee. Im Zuge der Bezirksreform von 2001 wurde es unter der Ortsteilnummer 0304 dem neuen Großbezirk Pankow zugeteilt.

Anzeige