. . .
Der Weg zum Verlorenen
bild
Wer kennt das nicht? Das unangenehme Gefühl, lange in den Tasche... [mehr]
Do it yourself
bild
Das eigene Zuhause bietet immer Möglichkeiten der Veränderung. ... [mehr]
Gaskamine
bild
Für Menschen, welche die Atmo­sphäre des Kamin­feuers lieben,... [mehr]
Freie Architekten
bild
Was vor vielen Jahren im Privaten gang und gäbe war, ist heute e... [mehr]
Immer noch händeringend Fachkräfte gesucht
Trotz tendenziell sinkender Arbeitslosenzahlen ist die Situation auf dem Arbeitsmarkt für viele Berufsgruppen in Deutschland weiter schwierig. Eine interessante Alternative sei aber auch, einmal darüber nachzudenken, im deutschsprachigen Ausland Arbeit aufzunehmen, erklärt Arbeitsvermittler Andreas Kübler.

Viele Menschen, die in ihrer Umgebung keinen Job finden konnten, zogen schon in andere Teile des Landes, um ihrem Beruf nachgehen zu können. Wer aber deutschlandweit bisher kein Glück hatte, hegte vielleicht schon den Gedanken, es im Ausland zu versuchen, ließ aber dann aufgrund fehlender Sprachkenntnisse wieder von seinem Vorhaben ab. In Österreich entfällt dieses Problem der Sprachbarriere. Der Einstieg für Deutsche ist dort also problemlos möglich.

„In Österreich werden nach wie vor händeringend Fachkräfte gesucht. Dort gilt das Motto: Gute Bezahlung für gute Arbeit", gibt der Arbeitsvermittler Auskunft und fügt hinzu: „Immer noch werden kurzfristig Leute eingestellt."

Besonders gefragt seien nach wie vor examinierte Krankenschwestern und Krankenpfleger, die langfristig in Krankenhäuser und Seniorenheime im Salzburger Land, Tirol und Vorarlberg vermittelt werden könnten. Aber auch Handwerker würden zur Zeit wieder gern vermittelt. Denn da Österreich stark am Winter-Tourismus orientiert sei, würden bauliche Instandsetzungsmaßnahmen vor allem während der Sommersaison vorgenommen. „Viele Baufirmen stellen Fachkräfte auf Zeit ein, organisieren und bezahlen ihnen eine Unterkunft, die in dieser Zeit leicht zu finden ist", erklärt Andreas Kübler.

In diesem Zusammenhang werden dringend Fachkräfte für das Baugewerbe gesucht. Im Einzelnen besteht Bedarf an Maurern, Schalungszimmerern, Bauhelfern, Turmdrehkranfahrern, Malern, Möbeltischlern, Bautischlern, Dachklempnern und Dachdeckern. Darüber hinaus sind Elektriker und GWH-Installateure stets gefragt.

Bezahlt werden die Arbeitskräfte nach österreichischem Arbeitsrecht (Kollektivvertrag Arbeitnehmerüberlassung). Dabei muss immer nach dem besser gestellten Kollektivvertrag bezahlt werden. Ein Maurer darf beim Arbeiten in Österreich finanziell nicht schlechter gestellt sein als seine österreichischen Kollegen.

„Es gibt arbeitstäglich eine steuerfreie Auslöse von 26,40 Euro sowie ein Nächtigungsgeld von 15 Euro. Hinzu kommen ein 13. und 14. Monatsgehalt", weiß der Arbeitsvermittler aus der Praxis. Er kennt auch die Zahlen: „Bei einer Mindestzahl an Arbeitsstunden und Lohnsteuerklasse I bekommt ein Geselle, also ein Arbeiter mit Facharbeiterbrief, ein Monatsgehalt von mindestens 2000 Euro netto."

Außer der Möglichkeit, Geld zu verdienen, ohne vorher eine Fremdsprache erlernen zu müssen, bietet Österreich als Arbeitsland den Vorteil, dass man in Deutschland versichert bleiben kann. Auch die Steuern werden hierzulande abgeführt, die Arbeitnehmer müssen sich diesbezüglich um nichts weiter kümmern.

Das ist ein klarer Vorteil gegenüber Ländern wie der Schweiz, wo es die Regelung eines befristeten Aufenthaltes gibt, wo man anfangs kein Konto eröffnen darf, und wo sehr hohe Lebenshaltungskosten einen guten Verdienst rasch mindern. Facharbeiter auf Montage sind in der Schweiz kaum finanziell besser gestellt als in Österreich. Interessant kann die Schweiz allenfalls für diejenigen sein, die sich dort sesshaft machen möchten.

So beobachtet Andreas ­Kübler auch ein zunehmendes ­Interesse Arbeitssuchender an einer ­Tätigkeit in Österreich: „Selbst diejenigen, die die ­Niederlande als Arbeitsort bevorzugten, schwenken häufig auf ­Österreich um, da hier ­momentan großer Bedarf besteht und sehr gute Konditionen für gelernte Fachkräfte geboten werden."

Anzeige