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Anbieterwechsel – Sonderkündigungsrecht bei Energiepreiserhöhungen
Verbraucher beklagen allgemein immer häufigere Energiepreiserhöhungen in immer kürzeren Zeitabständen ohne nachvollziehbare Gründe, sei es nun beim Gasversorger oder beim Stromversorger.

 

 

Kein Wunder also, dass die Kundentreue gegenüber den Versorgern nachlässt. Frust und Ärger über die Gebundenheit an einen Lieferanten weichen allmählich einer erhöhten Wechselbereitschaft. Denn wer nicht selbst aktiv wird, zahlt drauf.

Immer häufiger erkennen wechselbereite Kunden auch, dass sie mit den Verträgen mit kurzen Kündigungsfristen - wie zum Beispiel 4 Wochen - reeller bedient sind, als mit meist auf den ersten Blick gefälligeren Langzeit-Tarifen mit „Bonuszahlungen", durch die man sich später oft ohnmächtig für die ganze Vertragslaufzeit an den Versorger gebunden fühlt.

Im Falle einer kurzen Kündigungsfrist kann man schnell wechseln. Überdies nimmt der neue Versorger dem Kunden alle Kündigungsformalitäten ab, das heißt, er kündigt für ihn beim bisherigen Anbieter. Das ist bequem, und schont die Nerven.

Aber auch aus Langfrist-Verträgen gibt es ein vorzeitiges Entkommen, weil es im Falle einer Preiserhöhung immer ein gesetzlich geregeltes Sonderkündigungsrecht gibt. Das Sonderkündigungsrecht gibt dem Verbraucher das Recht, „vorzeitig" aus dem Vertrag auszusteigen, und zu einem neuen Anbieter zu wechseln.

Diese Langfrist-Verträge müssen allerdings im Rahmen des Sonderkündigungsrechtes vom Kunden selbst innerhalb einer Frist von 14 Tagen nach Erhalt der Preiserhöhungsankündigung schriftlich gekündigt werden. Dies erfolgt am besten per Einschreiben mit Rückschein, oder wenigstens per dokumentiertem Fax. Bei Online-Eingabeformularen des Versorgers vorsorglich einen Screenshot (das ist eine Aufnahme der Bildschirmansicht mit der Druck-Taste) als Beleg anfertigen und abspeichern.

Nach erfolgter Kündigung sind die Anbieter gesetzlich verpflichtet, diese innerhalb von zwei Wochen nach dem Erhalt schriftlich zu bestätigen. Bei der Auswahl eines neuen Anbieters sollte man neben dem Preisvergleich (zum Beispiel über www.verivox.de) einen Anbieter mit kurzer Kündigungsfrist, ohne Vorauszahlungen (die sind nämlich futsch, wenn der Versorger Pleite anmeldet), und möglichst mit einer Preisgarantie über wenigstens 12 Monate wählen. Bei geringen Verbräuchen (zum Beispiel wenn nur ein Gasherd als Gasverbraucher vorhanden ist) lieber einen Vertrag mit niedrigen Grundkos­ten wählen - das rechnet sich dann unterm Strich günstiger.

Achtung: Bei Kündigungen im Rahmen des Sonderkündigungsrechtes sollte auf dem Antrag für den neuen Anbieter auf dem Formular vermerkt werden, dass die Kündigung bei dem alten Anbieter bereits eigenhändig veranlasst worden ist!

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