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Welche Sonnenbrille ist die Richtige?
Der römische Kaiser Nero nutzte die lichtschützende und beruhigende Wirkung von Smaragden, um Gladiatorenkämpfe zu betrachten, Eskimos schnitzten sich Brillen mit engen Sehschlitzen, und chinesische Richter benutzten Rauchglasbrillen, um ihre Pupillenreaktion zu verbergen.

Heutzutage erfreuen sich getön­te Brillen als stylischer Lichtschutz und Statussymbol zunehmender Beliebtheit. Worauf sollten Verbraucher beim Kauf einer Sonnenbrille achten?

Sonnenbrillen dunkeln bei hellem Licht die Umgebung ab und erhöhen dadurch die Sehleistung. Sie bestehen aus Kunststoff oder Mineralglas und sind, unabhängig von Farbe oder UV-Schutz, in vier Tönungsstufen erhältlich:

Stufe 1 (bedeckte Tage) 20-57% Tönung; Stufe 2 (normaler Blendschutz Mitteleuropa) 57-82% Tönung; Stufe 3 (Wasser, Berge, Südeuropa) 80-92% Tönung; Stufe 4 (Hochgebirge, Gletscher) 92-97% Tönung.

Für Sonnenbrillen gibt es europäische Richtlinien, aber keine unabhängige Prüfinstitution. Der Hersteller zertifiziert selbst mit einem CE-Zeichen und dem Label DIN EN 1836, dass die Brille grundlegenden Sicherheitsanforderungen entspricht. Dies betrifft nur den UV-Schutz bis 380 nm - Ärzte empfehlen bis 400 nm - und erfasst nicht die Filterung blauen Lichtes.

Starker Blauschutz führt zu Verzerrungen der Farbwahrnehmung und gefährdet Autofahrer. Die Kennzeichnung „UV 400" ist übrigens nicht standardisiert und daher nicht aussagekräftig.

Dennoch haben Untersuchungen bestätigt, dass die meisten der in Deutschland im Handel erhältlichen Sonnenbrillen gesundheitlich unbedenklich sind, und einen angemessenen Schutz vor der unsichtbaren UV-Strahlung bieten. Von Markenimitaten ist grundsätzlich abzuraten. Der Preis ist in der Regel kein Kriterium für gute Qualität.

Gläserfarben: Klassisch braune Gläser erzeugen nur leichte Farbveränderungen und bieten guten Schutz vor blauem Licht. Grüne Gläser verstärken grüne Farben und sind auch nur leicht farbverfälschend. Gelbe Gläser erhöhen Kontraste, verfälschen aber die Farben, daher sind sie gut für den Sport, aber schlecht für den Straßenverkehr. Graue Gläser sind farbneutral. Bei blauen, violetten oder roten Gläsern sollte der Optiker zum Einsatzzweck befragt werden. Autofahrer sollten möglichst braune Brillen bis Stufe 3 benutzen, am besten mit Polarisationsfilter (blockt reflektiertes Licht).

Gewicht und Tragekomfort sollten beim Kauf bedacht werden. Breite Bügel und ein gutes Anliegen der Brillengläser (ohne Wimpernberührung) reduzieren seitliches Streulicht. Filterkategorie und CE-Zeichen sollten angegeben sein.

Gute Verarbeitungsqualität erlaubt weder Kratzer noch scharfe Kanten oder klemmende/lockere Scharniere. Die optische Qualität lässt sich so checken: Brille kurz an die Augen gewöhnen, dann in die Ferne sehen. Es sollten keine Verschwimmungen oder Verzerrungen entstehen. Anschließend Leseprobe machen und überprüfen, ob die Buchstaben klar zu sehen sind. Liniertes oder kariertes Papier sollte einen geraden Linienverlauf aufweisen, farbiges Papier einen gleichmäßigen und fleckenlosen Farbeindruck bieten. Ein guter Test ist auch der Blick auf eine Verkehrsampel im Hinblick auf die Erkennbarkeit der einzelnen Ampelfarben.

Ältere Sonnenbrillen oder Sonnenbrillen für Kinder kann man bei Optikern überprüfen lassen, die über derartige Messgeräte verfügen. Eine Vorauswahl vor dem Kauf lässt sich auch anhand der Bewertungen einzelner Modelle auf der Seite
www.testberichte.de treffen.

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