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Handlungskompetenz und Selbstständigkeit fördern
Für einen gelungenen Schulstart sind ein emotional-warmes Umfeld und eine die Persönlichkeit des Kindes wertschätzende und anerkennende Umgebung von Bedeutung, aber auch die Erfahrungen, die das Kind bereits über seinen Muskel-, Haut- und Gleichgewichtssinn gemacht hat.

Ausgereifte Körperwahrnehmung und Gleichgewichtsreaktionen, ergänzt durch visuelle und auditive Wahrnehmung, ermöglichen ruhiges ausdauerndes Sitzen, die richtige Stifthaltung, eine dynamisch führende Hand beim Schrifterwerb und altersgemäße  Konzentration und Reizfilterung. Sind Sinneserfahrungen in den ersten Lebensjahren nicht ausreichend erprobt worden, kann das Auswirkungen auf Selbstgefühl und das Selbstwertgefühl der Kinder haben, die  sich primär über die Leistungen ihres Körpers und Emotionen erfahren.

Störungen der Sinnesaufnahme und -verarbeitung können u.a. durch Sauerstoffmangel während der Geburt, oder später durch traumatische Einwirkungen auftreten. Die Ergotherapie führt mittels sensorischer Integrationstherapie eine verbesserte Sinnesaufnahme und der Situation angepasste Verarbeitung durch, und erhöht die Handlungsfähigkeit des Kindes im motorischen, emotionalen und sozialen Kontext. Allerdings bedürfen Teilleistungsstörungen wie Legasthenie oder Rechenstörung anderer Therapien. Die Ergotherapie ist hier Begleitmaßnahme.

Auffälligkeiten zeigen sich bei Kindern, die in fremder Umgebung den intensiven Kontakt z.B. mit Sand und Wasser vermeiden, sich nicht ausziehen oder barfuß gehen wollen. Berührungsabwehrende Kinder sind kontaktscheu und können auf Berührungen aggressiv reagieren, sind dabei häufig bewegungsaktiver und konzentrationseingeschränkter.   Kindern mit eher schlaffer Muskelspannung fällt es oft schwer, lange aufrecht und ruhig am Tisch zu sitzen. Sie suchen starke Bewegungsreize, können wagemutig und sehr aktiv sein. Hinzu kommt, dass stabiles Sitzen  den Wachheitsgrad des Gehirns und damit die Konzentration beeinflusst. Zum Sitzen benötigt das Kind eine gute Haltungs- und Gleichgewichtskontrolle. Der Kopf sollte, damit die Augen dem Tafelinhalt folgen können, durch die Nackenmuskulatur gehalten werden. Bei Kindern mit einer schlaffen Muskelspannung kann das erschwert sein. Ihnen fällt das Abschreiben und Folgen des Tafelinhalts schwer. Eine altersentsprechende visuelle Wahrnehmung ist maßgeblich erforderlich, um die räumlichen Beziehungen von Buchstaben und Zahlen zu erfassen, diese unterscheiden und in richtige Beziehung setzen zu können. Hier spielt eine oft erfahrene Wahrnehmung des Körperschemas, die abgespeicherte Landkarte der Bewegungsmöglichkeiten des Körpers im Gehirn, auch eine große Rolle.

Für eine stabile Stifthaltung und geschmeidige Stiftführung bilden grobmotorische Fähigkeiten die Basis. Störungen zeigen sich durch zu hohe oder schwache Kraftdosierung der Handmuskulatur während des Schreibens. Schreibbewegungen werden nicht aus dem Handgelenk, sondern aus der Schulter ausgeführt.

Im häuslichen Umfeld können Kinder im grob- und feinmotorischen Bereich durch Tätigkeiten im Garten und Haushalt sensorisch und motorisch gefördert werden. Dazu zählen das Kneten von Teig, gemeinsames Rasenmähen, schwere Dinge ziehen und schieben lassen. Alte Federkernmatratze zum Hüpfen und Bauen, kleine Kinder auf dem Rücken tragen, auf Waldspielplätze gehen, Auto oder Fahrrad gemeinsam mit Schaum waschen, Erfahrungen im Sommer mit Sand und Wasser (Matschen!), gegenseitiges Eincremen und Massieren, Armdrücken mit den Eltern.

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