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Ausbildungskosten steuerlich absetzbar?
Seit der Steuergesetzgebung nach § 12 Nr. 5 aus 2004 durften nur die Kosten eines Zweitstudiums oder einer beruflichen Zusatzqualifikation steuermindernd in Abzug gebracht werden. Nach zwei Urteilen des Bundesfinanzhofes BFH (AZ: VI R 38/10 und VI R 7/10) sollen nun die Aufwendungen für eine Erstausbildung oder ein Erststudium, die in hinreichendem Zusam- menhang mit einer späteren Berufsausbildung stehen, als vorweggenommene Werbungskosten steuerlich abgesetzt werden dürfen.

Geklagt hatten eine Ärztin und ein Pilot. In beiden Fällen erkannte der BFH vorweggenommene Werbungskosten zum Abzug an, die mit den ersten regulären Einkommen zu verrechnen seien. Das gilt als Sensation, denn seit 2004 konnten Studenten und Auszubildende zwar offiziell Sonderausgaben bis zu 4.000.- geltend machen, dies aber nur, wenn sie eigene Einkünfte hatten, sonst erlosch der Anspruch.

Wer also sein Studium schon abgeschlossen hat, noch dabei ist oder demnächst ein Studium beginnt, kann (auch rückwirkend bis 2007) Aufwendungen geltend machen. Wichtig ist, dass die Werbungskosten als Verlustvortrag geltend gemacht werden (Kästchen „Verlustvortrag" und Kästchen „Einkommensteuer" ankreuzen, Werbungskosten in der Anlage N auf Seite 2, Zeile 45 eintragen!). Achtung: Für Vorjahre mit bereits erhaltenen (unwidersprochenen) Steuerbescheiden gilt dies nicht.

Belege (siehe Box) beifügen. Falls keine Belege mehr vorhanden, Aufwendungen schätzen oder per Kontoauszug belegen, und mit dem Finanzamt verhandeln (Steuerberater fragen!).
Wer in dem Beruf arbeitet, den er durch das Studium angestrebt hat, erfüllt die Voraussetzungen. Wer (unfreiwillig) in einem völlig anderen Beruf arbeitet, muss anhand von Bewerbungsunterlagen nachweisen, dass er bisher erfolglos versucht hat, einen Arbeitsplatz in dem angestrebten Beruf zu finden.
Studienanfänger und Studierende sollten beim Finanzamt einen Antrag stellen, dass vorweggenommene Werbungskosten (mangels Arbeitsplatz) zunächst nach § 165 Abgabenordnung vorläufig anerkannt werden. Dies kann aber vom Finanzamt wieder geändert werden, wenn der angestrebte Beruf nicht ausgeübt wird.


=> Aufwendungen für Arbeitsmittel (Fachbücher, PC, Regale, Arbeitsstuhl u. ä.)

=> Büromaterial, Kopien, Portokosten, Telefon

=> Semester-, Studien-, Prüfungs- und Teilnahmegebühren an
Kursen, Repetitorien u. ä.

=> Semesterticket, Fahrtkosten zum/vom Ausbildungsort zur Wohnung oder zu/von Lerngemeinschaften (jeweils 30 Cent/gefahrenem km)

=> bei auswärtiger Unterbringung: Mietkosten bzw. WG-Mietanteilskosten


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