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Oh Tannenbaum...
Aus Bräuchen verschiedener Kulturen entstand allmählich unser heutiger, über die ganze Welt verbreiteter Weihnachtsbaum. Bei uns datieren die ersten Belege für einen Christbaum aus den Jahren 1419 aus Freiburg und 1539 aus Straßburg.

Diese Bäume kamen den heutigen wohl schon sehr nahe, der Freiburger war sogar von der Bäckerschaft mit Nüssen, Früchten und Naschereien behängt worden, die die Kinder an Neujahr abnehmen durften. Obwohl Goethe 1775 am Hof zu Weimar einen Weihnachtsbaum einführte, wurde er noch lange von der katholischen Kirche abgelehnt, und setzte sich erst seit Mitte des 19. Jahrhunderts bei uns durch.

Heutzutage ist die Nordmanntanne mit ca. 83 % Käuferanteil am beliebtesten. Sie kommt meist frühgeschlagen aus Dänemark (dann nadelt sie eher), oder lässt sich in einer hiesigen Baumschule aussuchen. Sie wächst relativ gleichmäßig mit weichen tiefgrünen und sehr festen Nadeln. Da die Bäume langsam wachsen, sind sie teuer. Sie halten etwa vier Wochen. Ähnlich verhält es sich mit der Nobilistanne, sie duftet nur intensiver.

Die gewöhnliche Fichte (Rotfichte) hingegen hat dunkelgrüne Nadeln, leicht nach oben gebogene Äste und duftet angenehm. Sie ist preiswert, nadelt aber im Warmen oft schon nach wenigen Tagen.

Als Klassiker unter den „Tannenbäumen“ gilt die Blaufichte oder Stechfichte, so genannt wegen der blau schimmernden Nadeln, die unangenehm stechen können. Sie hat starke etagenförmige Äste, die sich ideal für Baumschmuck und Kerzen eignen, hält sich etwa 3 Wochen und duftet intensiv nach Wald.

Die edle, wegen ihrer hellgrauen Rinde Weißtanne genannte echte Tanne hat stumpfe Nadeln und duftet ebenfalls intensiv. Sie nadelt ebenfalls sehr spät.

Zunehmender Beliebtheit erfreut sich auch die in den USA verbreitete Frasertanne, die sich nicht nur durch lange Nadelhaltbarkeit und Zitronenduft auszeichnet, sondern auch schwer entflammbar ist, und deswegen als idealer Baum für echte Kerzen gilt.

Ebenfalls im Kommen ist die Koreatanne: Sie wächst relativ rasch, hat einen schlanken Wuchs, und eignet sie sich wegen ihrer Flachverwurzelung gut als Kübelpflanze.

Einen frischen Weihnachtsbaum, das heißt, einen Baum, der nach dem Schlagen noch nicht lange gelegen hat, erkennt man leicht an der Schnittstelle (je heller, desto frischer), und an den Nadeln: Wenn man diese fest mit der Hand umschließt, und diese dann langsam abzieht, sollte die Hand sich klebrig vom Harz anfühlen, und danach duften.

Bei Bestellungen über das Internet sind derartige Baumproben schwierig. Supermärkte- oder Baumärkte bieten oft günstige Preise, sind aber oft recht genügsam hinsichtlich Auswahl, Frische und ökologisch orientierter Aufzucht. Absoluter Spartipp sind Forstwirtschaften, deren Bestand jedes Jahr ausgedünnt wird: Hier erhält man neben fachkundiger Beratung in der Regel gesunde Bäume zu günstigen Tarifen. Festes Schuhwerk und gut organisierter Abtransport sollten eingeplant werden. Auch Baumschulen verlangen häufig eine längere Anfahrt, bieten aber meist eine gute Auswahl bei eher moderaten Preissteigerungen, und ebenfalls frisch geschlagene Ware.

Auch in diesem Jahr sollen die Bäume wegen gestiegener Energie- und Düngemittelkosten wieder teurer werden. Ökologisch „korrekte“ Bäume tragen ein Herkunftssiegel wie z.B. das FSC-Siegel.

Kann der Baum nicht im Innern des Autos transportiert werden, soll er für längere Strecken gut eingepackt werden, da er sonst durch den Fahrtwind schneller austrocknet. Bei Dachtransport immer den Stamm festzurren und den Baum mit der Spitze nach hinten transportieren. Freie Sicht muss gewährleistet sein, wenn der Baum mehr als einen Meter über das Heck hinausragt, braucht er ein rotes Fähnchen. Bis zum Fest sollte der Baum mindestens für einen halben Tag an einem kühlen Ort stehend mit dem Stumpf in einem Wassereimer gelagert werden. Möglichst vorher etwa 2 cm vom Stumpf absägen, und die Rinde seitlich etwas abschälen: So kann der Baum wieder besser Feuchtigkeit aufnehmen, und hält länger. Zum Fest sollte der Baum (möglichst fern von Heizkörpern) in einem feststehenden Ständer mit Wasserversorgung verankert werden. Zur Verbesserung der Nadelhaftung das Wasser mit Frischhaltemittel oder einfach einer kräftigen Prise Salz versetzen.

Ein Baum mit Ballen sollte schon im Freien regelmäßig gegossen werden. Er darf erst kurz vor dem Fest innen aufgestellt werden. Möglichst nach 2 bis 3 Tagen (ebenfalls intensiven Gießens) sollte der Baum wieder nach draußen und dort, sobald es frostfrei ist, eingepflanzt werden. Sonst gehen die Bäume nicht im Garten an: Zimmerwärme gaukelt dem Baum den Anfang des Frühlings vor, Zweigknospen beginnen sich auf Austrieb vorzubereiten, und erfrieren dann leider leicht.

Vorsicht: Oft werden Bäume einfach ohne Wurzelwerk in einen Lehmballen gepresst verkauft, hinterher wundert man sich dann, wenn der Baum trotz sorgfältiger Pflege eingeht.

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