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Günstiger fahren mit Autogas
Obwohl Flüssiggas (LPG = Liquefied Petroleum Gas, aus Butan/Propan) eigentlich als ein minderwertiges Nebenprodukt aus der Erdgas- und Erdölförderung gilt, erfreut es sich als Kraftstoff für Ottomotoren wieder wachsender Beliebtheit. Bereits 1935 gab es die erste Autogastankstelle in Hannover, zu DDR-Zeiten wurde Propan aus Braunkohle hergestellt.

Die Autogastechnik boomt hierzulande, weil nach dem derzeitigen Energiesteuergesetz das LPG nur mit 18 Cent/kg (entspricht 9,74 Cent/l) besteuert wird, und damit nur etwa halb so teuer ist wie Benzin. Ab 2019 soll die Besteuerung auf 40,9 Cent/kg (entspricht 22,1 Cent/l) angehoben werden. Autogas ist umweltschonend und kann mittlerweile an gut 6.000 Autotankstellen bezogen werden. Tests von unabhängigen Automobilclubs sollen ergeben haben, dass Autogasfahrzeuge nicht gefährlicher sind als vergleichbare benzinbetriebene Kraftfahrzeuge.

Da der Benzintank beim Umbau erhalten bleibt, ist der Betrieb des Fahrzeuges wahlweise mit Benzin oder LPG möglich (bivalenter Antrieb). Das Auto startet mit Benzin, da ein Alleinstart mit Gas nicht gut möglich ist. Beim Erreichen der optimalen Motortemperatur wird auf Gasverbrennung umgestellt, die Umschaltung erfolgt automatisch oder manuell, und kann den jeweiligen Gegebenheiten (z.B. Autobahn oder Landstraße) angepasst werden. Neben dem kostengünstigeren und umweltfreundlicheren Verbrauch erhöht sich auch die Reichweite des Fahrzeugs erheblich.

Die Umrüstung eines PKW ist relativ unkompliziert, die Preise dafür sollen sich zurzeit in etwa zwischen 1.000 und 3.500 € bewegen, sie errechnen sich nach Leistung, Zylinderzahl, angepeilter Abgasnorm und der Minimierung von Verschleißrisiken. Der Tankeinbau erfolgt in die Mulde des Reserverades, in den Kofferraum oder direkt am Unterboden. Als günstig kann sich der Erwerb eines schon umgerüsteten Fahrzeugs erweisen. Wer sich vorab informieren möchte, ob und wie sich Autogas für ihn rechnen würde, kann dies im Internet unter www.amortisationsrechner.de tun. Dort gibt man seine durchschnittliche Fahrleistung und den Fahrzeugtyp ein, und kann sich daraus errechnen lassen, welcher Energieträger der Geeignetste ist, und wann sich die Investitionskosten amortisiert haben.

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