. . .
Gesundheitsvorsorge
bild
Ihre Gesundheit ist das höchste Gut. Doch oftmals wird dies erst... [mehr]
Legasthenie
bild
Sie kommt öfter vor als man denkt – die Legasthenie. Die erste... [mehr]
Steuererklärung
bild
Das alltägliche Leben fordert uns jeden Tag. Da kann man schnell... [mehr]
Manuelle Lymphdrainage
bild
Die manuelle Lymphdrainage (MLD) ist eine physiotherapeutische Be... [mehr]
Sporttherapie bei unspezifischem chronischem Rückenschmerz
Den Körper mit Sporttherapie wieder in Bewegung zu bringen ist eine wichtige Aufgabe für Menschen, die unter chronischen Rückenschmerzen leiden.

tenden Schmerzzustände in Bewegung und z.T. auch in Ruhe verändern sich die Gewohnheiten von Menschen. Der Bezug zur aktiven Bewegung geht langsam verloren, gewohnte Bewegungsmuster im Alltag verändern sich, so genannte „Schonmuster", das sind körperliche Schonhaltungen bis hin zur völligen sportlichen Enthaltsamkeit, werden Bestandteil des Alltags. Es entsteht allmählich ein Teufelskreis aus Angst vor Bewegungen, Schmerzen, Schonmustern und Inaktivität. Genau an diesem Punkt aber holen wir unsere Patienten ab.

Die Patienten werden wieder behutsam an sportliche Aktivitäten herangeführt. Ganz entscheidend dabei ist es, die Körperwahrnehmung und Körperkontrolle zu entwickeln, so dass die Trainierenden rechtzeitig lernen, ihre Körpersignale richtig zu deuten und unter fachlicher Anleitung die „richtigen" Reize zu setzen.

Zu einem behutsamen Neubeginn gehört eine Erwärmung. Je nach Beschwerdebild muss das entsprechende Gerät (Ergometer, Crosstrainer, Hand­ergometer, Laufband etc.) gewählt werden. Danach scheint es sinnvoll, alle verkürzten und verspannten Muskeln in unserem Bewegungsapparat zu dehnen. Durch die oben angeführten Schonmuster und Schmerzen sind oftmals eine Vielzahl von Muskeln betroffen. Nachdem nun der Körper erwärmt und durch Dehnung geschmeidig gemacht wurde, müssen die neuen Bewegungsmuster eingeübt werden, allgemein nennt man das Koordinationsübungen. Das Koordinationstraining beginnt leicht und steigert sich im Verlaufe der Trainingswochen proportio­nal zur verbesserten Körperwahrnehmung und -steuerung. Als Koordinationsübungen eignen sich kleine Bodenübungen, komplexe Bewegungsmuster, aber auch Übungen an Geräten (z.B. Seilzügen) mit geringen Gewichten. Im Anschluss daran werden gezielt Muskelgruppen, die abgeschwächt sind, auf Kraft trainiert.

Bei einem Krafttraining ist es wichtig, dass alles vorher Gelernte angewendet wird, d.h. nicht in den Schmerz trainiert wird und die neuen Körperhaltungen bewusst umgesetzt und kontrolliert werden, um rechtzeitig gegebenenfalls lieber eine Übung zu beenden, bevor ein Haltungsverfall einsetzt.

Eine gelungene Sporttherapie endet mit dem Abwärmen (z. B. Fahrradergometer), um nach der Anstrengung den Körper wieder zu entspannen, die Durchblutung zu fördern und somit die Regenerationsprozesse positiv zu beeinflussen.

Anzeige
Buchholzer Apotheke