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Einlegeblatt für den Mutterpass
Sie sind schwanger. Das ist doch ein Grund zur Freude. Denn eine Schwangerschaft ist eine ganz besondere Zeit für Frauen. Bewusst das wachsende Leben im eigenen Körper genießen, sich Zeit für sich selbst nehmen und sich auf die neuen Umstände vorzubereiten, das sollte das A und O sein. Doch das trifft nicht auf alle Schwangeren zu.

Oft haben werdende Mütter mit Problemen des Alltags zu kämpfen. Hinzu kommt, dass in einer Großstadt wie Berlin, viele junge Eltern unter schwierigen Umständen leben. Um auch werdenden Müttern und Vätern aus problembelasteten Situationen die Möglichkeit zu geben, diese Zeit zu genießen und bewusst zu erleben, startete das Modellprojekt „Einlegeblatt für den Mutterpass“.

Ergänzend wird dem Mutterpass, der allen Schwangeren ausgehändigt wird und in dem die wichtigsten medizinischen Daten der Mutter und des ungeborenen Kindes verzeichnet sind, ein Einlegeblatt beigefügt. In diesem Einlegeblatt werden die Lebensumstände der Mutter beziehungsweise der Eltern dokumentiert. Ziel ist es problematische Situationen frühzeitig zu erkennen. Außerdem dient das Einlegeblatt als Orientierungshilfe, da die Kontaktdaten zahlreiche Beratungsstellen und Hilfeangebote der Stadt dort verzeichnet sind.

Das Einlegeblatt wird gemeinsam mit der Schwangeren ausgefüllt und von Ärzten, Hebammen und anderen Betreuern laufend ergänzt. Es gibt Auskunft über die Lebenssituation der Schwangeren, Behandlungen durch Frauenärzte und Hebammen sowie bereits erfolgte Beratungen und wahrgenommene Hilfsangebote. Dadurch ist es möglich, Schwangere und junge Mütter zielgenau auf passende Beratungs- und Unterstützungsangebote hinzuweisen. Auch finden die Frauen wichtige Adressen und Anlaufstellen. Selbstverständlich entscheidet jede Frau selbst, ob sie das Einlegeblatt verwendet, wem sie es zugänglich macht und wer Eintragungen darin vornehmen darf.

Bereits 2009 wurde das Berliner Modellprojekt auf den Weg gebracht. Bis dato wurden bereits zufriedenstellende Erfolge erzielt und vielen Frauen konnte geholfen werden. Um ein möglichst breites Angebots- und Informationsspektrum abzudecken, halfen Ärzte, Berater, Hebammen und Mitarbeiter des Gesundheitsamtes bei der Ausarbeitung des Beratungsleitfadens mit. Um auch zugewanderten Frauen diese Hilfe zukommen zu lassen, ist das Einlegeblatt in verschiedenen Sprachen erschienen.

Weitere Informationen zu diesem Angebot gibt es beim Gesundheitsamt des Berliner Senates oder beim behandelnden Frauenarzt.

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